Wenn Mädchen zur Frau werden, verändert sich der Körper. Und es wachsen Haare an Stellen, an denen es vorher keine gab. Oder es wachsen mehr, längere oder dichtere Haare. Für viele Mädchen ist das – wie so einiges in diesem Lebensabschnitt – super peinlich. Wir finden: Haare sind ganz natürlich und jedes Mädchen oder jede junge Frau sollte selbst für sich herausfinden, wie sie sich wohl und schön fühlt. Wenn sie sich das erste Mal rasieren möchte, dann sollte auch das nicht peinlich sein – und vor allem nicht heimlich. Deshalb haben wir zwei gefragt, die genau das gerade zusammen erlebt haben: Das erste Mal rasieren. Monika (45 Jahre) und ihre Tochter Stine (13 Jahre) erzählen uns davon:

Wann sind dir die Haare an deinem Körper das erste Mal bewusst aufgefallen, Stine?

Stine: Vor ein paar Monaten in der Umkleide vor dem Sportunterricht. Da wird eh immer viel getuschelt auch über BHs und dauernd verglichen. Manche aus meiner Klasse rasieren sich, manche werden auch gedisst, weil das ekelig ist, so viele Haare zu haben. Das war mir alles peinlich, am liebsten hätte ich die Haare einfach gar nicht.

Monika, wann ist dir denn das erste Mal die Veränderung bei Stine aufgefallen?

Monika: Ich habe natürlich schon seit längerem bemerkt, dass sich Stines Körper verändert und auch ihre Körperhaare. Letzens wollte sie ihr Lieblingstop nicht mehr anziehen, obwohl super Wetter für den Tag angesagt war. Da wurde ich hellhörig. Und ich merkte, sie fühlt sich nicht wohl in ihrem Körper. Ich habe immer versucht, ihr ein positives Körpergefühl zu vermitteln, aber bei so viel Veränderungen kommt man als Mädchen vielleicht selbst irgendwann nicht so schnell mit. Also habe ich sie angesprochen und ja, es waren ein paar Achselhärchen, die man am Armausschnitt gesehen hätte und das wollte sie nicht.
Stine: Ja, irgendwie war es mir peinlich, aber dann war ich auch erleichtert, als es raus war.
Monika: Ich finde es wichtig, dass wir darüber sprechen. Ich möchte natürlich wissen, wie es meiner Tochter geht und bin sehr froh, dass sie mir vertraut und von ihren Sorgen und Ängsten erzählt.
Stine: Boah, Mama, is guuuut.
Monika: Ja, gut. Ich konnte früher nicht mit meiner Mutter darüber sprechen, sie war eine Verfechterin von Haare wachsen lassen. Und heute finde ich das auch völlig ok. Ich weiß aber noch, was es für ein Druck ist, wenn du sowas dann heimlich anfängst und das wollte ich für Stine auf keinen Fall.

Habt ihr dann auch gemeinsam den ersten Rasierer gekauft? Worauf habt ihr dabei geachtet?

Stine: Ja, haben wir und ich war irgendwie fast ein bisschen aufgeregt als wir in der Drogerie waren und vor dem Regal standen. Ich wollte, dass der auch cool aussieht und pink ist. Und ich wollte denselben, den meine Freundin auch hat. Hab ihr dann direkt ein Foto davon geschickt.
Monika: Mir war es natürlich nicht so wichtig, dass der pink ist, sondern, dass er sich gut für die erste Rasur eignet. Sie hat sich den Quattro for Women ausgesucht.

Wie war die erste Rasur für dich, Stine?

Stine: Ich war etwas aufgeregt und hatte Schiss, dass ich mich schneide und alles blutet. Da war ich ganz froh, dass Mama dabei war.
Monika: Wir haben einen Wellness-Nachmittag daraus gemacht, uns beide auf den Badewannenrand gesetzt und unsere Beine mit Rasierschaum eingeschäumt.
Stine: Der erste Zug war schon krass, weil es sich sofort so glatt angefühlt hat und echt leicht war.

Welchen Tipp würdet ihr anderen Mamas und Töchtern für die erste Rasur geben?

Monika: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und ich finde es wichtig, von Anfang an offen über alles zu sprechen, über die Veränderungen am Körper und auch darüber wie sich ein Mädchen damit fühlt.
Stine: Ja, irgendwie hat Mama recht.

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